Grafik Schriftzug Versorgungswerk der Rechtsanwälte in Baden-Württemberg
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I. Bericht des Vorstandsvorsitzenden

von Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Walter Pilz

1. Umgang mit der Finanzkrise

Die Finanzkrise ist noch nicht überwunden und neue Risiken sind hinzugetreten. Die Schuldenkrise der Europäischen Union belastet unsere Währung, es wurde bereits spekuliert, ob der Euro in seiner heutigen Ausprägung erhalten bleiben könne oder nicht.

Es war Aufgabe des Vorstands, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und das Gespräch mit möglichst vielen Experten zu suchen, um Reaktionen unseres Versorgungswerks zu prüfen und durchzuführen.

Wir waren hierbei wiederum erfolgreich und können Ihnen versichern, dass der Bestand Ihrer Rente zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Wenn keine, aus heutiger Sicht nicht erkennbare, Änderung der Verhältnisse eintritt, dürfen Sie sich über die Ihnen mitgeteilten Rentenhöhen freuen. Wir, Vorstand, Vertreterversammlung und Mitarbeiter des Versorgungswerks werden uns anstrengen diese Aussage nicht ändern zu müssen.

2. Wichtige Maßnahmen des Vorstands

Die Finanzkrise und die Schuldenkrise der EU haben uns bewogen, die Finanztitel mit erhöhter Skepsis zu betrachten. Gerade die ungebremste Ausweitung der Geldmenge durch die Entscheidungen der Politik haben uns bewogen, gut rentierliche Sachwerte zu suchen.

Deshalb hat der Vorstand zu Beginn des Jahres 2010 beschlossen, die Immobilienquote von früher 3 %, noch während der jetzt laufenden Amtszeit, auf 17 % zu erhöhen. Mit Hilfe unserer Immobilienspezialfonds (= 100 % unser Eigentum, keine fremden Anteilseigner) haben wir europaweit erstklassige Bürogebäude, Logistikimmobilien, Einzelhandels- und Hotelgebäude erworben.

Da wir diese Entwicklung früher als andere Marktteilnehmer eingeleitet haben, kamen wir zu Preisen in das Eigentum, die als "günstig" zu bezeichnen sind. Die Bewertungen der unabhängigen Gutachter zeigen ein erfreuliches Bild. Sachwerte haben wir aber nicht nur in Immobilien gesehen, sondern auch in den Aktienanlagen unserer Wertpapierspezialfonds.

Diese haben sich gut entwickelt und haben von der positiven Entwicklung des DAX profitiert. Neu hinzugekommen ist ein Wertpapierspezialfond bei der HSBC Bank in Düsseldorf. Unsere Bilanzsumme ist auf 2.271 Milliarden Euro angestiegen, wobei unsere echten Verbindlichkeiten unter 1 Million Euro betragen haben.

3. Rentenerhöhung ab 1. Januar 2011

Aufgrund der bereits im Sommer 2010 sich abzeichnenden guten Entwicklung des Versorgungswerks konnte die Vertreterversammlung auf Ihrer Sitzung den Rentensteigerungsbetrag um 1 % erhöhen. Wir haben aber auch unsere Vorsorge-Rückstellungen bedient, was der Sicherheit Ihrer Renten zu Gute kam.

4. Gutes Verhältnis zum Justizministerium

Die Sommersitzung der Vertreterversammlung fand in Konstanz statt und wurde mit einer Feier zum 25. Geburtstag unseres Versorgungswerks verbunden. Anlässlich des Festaktes lobte der Vertreter des Justizministeriums, Herr Steindorfner, unser Versorgungswerk und betonte, dass wir der Aufsichtsbehörde nie Sorgen bereitet hätten.

5. Satzungsänderungen zum 01.01.2011

Auch im Jahr 2010 sind einige Satzungsänderungen notwendig geworden, um den geänderten Umständen und Rechtsentwicklungen Rechnung zu tragen. Es erfolgten die Klarstellung der Beitragsfestsetzungsgrundlage ("Steuerbrutto") in § 11 Abs. 2 VwS, die Gleichstellung eingetragener Lebenspartner, die Einführung einer Gebühr bei Zurückweisung eines Widerspruchs in § 42 Abs. 3 VwS und weitere Änderungen (z.B. Tilgungsbestimmungsverbot in § 15 Abs. 10 VwS).

Die Änderungen sind zum 01.01.2011 in Kraft getreten. Ein Hinweis mit dem Volltext der Änderungen erfolgte kurz nach Inkrafttreten auf unserer Homepage. Zudem finden Sie den Volltext der aktuellen Fassung der Satzung stets auf unserem Internetportal unter www.vw-ra.de im pdf-Format (Download hier).

Offiziell veröffentlicht werden Satzungsänderungen im Amtsblatt des Justizministeriums Baden-Württemberg (abrufbar unter www.landesrecht-bw.de). Bitte haben Sie Verständnis, dass wir – über die hiesige Information hinaus - aus Kostengründen von einer gesonderten schriftlichen Information aller Mitglieder mittels Sonderrundschreiben absehen müssen. Hinweise auf Satzungsänderungen erfolgen neben der amtlichen Veröffentlichung über unsere Internet-Homepage und durch das Info-Heft.

6. Bilanzveröffentlichung

In Info-Heft finden Sie die Bilanz zum 31.12.2009 (Kap. VI.). Sobald die Bilanz zum 31.12.2010 von der Vertreterversammlung am 01.07.2011 genehmigt ist, wird diese auf unserer Homepage für Sie zugänglich gemacht.

7. Dank für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2010

Bei Ihnen unseren Mitgliedern bedanke ich mich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in 2010, bei unseren Mitarbeitern und der Geschäftsführung für die hervorragend gute Arbeit, bei der Vertreterversammlung für die fachkundige und mit der notwendigen kritischen Haltung verbundenen Begleitung und bei meinen Vorstandskollegen für Ihren unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz und die angenehme Kollegialität.

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